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| Konzerte, Musiktheater, Performances, Klangkunst gelangen an der BIENNALE BERN '03 zur Aufführung. Das Festival ist ein fruchtbares Nebeneinander verschiedener Kategorien, Stile und Formate. In anregender Nähe und fordernder Konkurrenz werden rund 40 künstlerische Ereignisse und damit ausgeprägte Positionen vorgestellt. Bühnen- und präsentationsreife Beiträge aus allen Fachbereichen der Hochschule sowie internationale Produktionen – darunter etliche Uraufführungen – sind Ausdruck des Bestrebens, mit der BIENNALE BERN ein bedeutender Akteur im schweizerischen Festivalgeschehen zu sein. Nach der jüdischen Musik 2001 und der russischen Musik 1999 hat die BIENNALE BERN auch in der dritten Ausgabe ein Thema, das Leitfaden ist: Archaische Gegenwarten. Dieses Thema öffnet den Blick sowohl auf alte wie zeitgenössische Beiträge. So werden bspw. archaische Materialien der Kulturgeschichte in einer Ausstellung thematisiert, aber auch Sinustöne, legendäre Skandalstücke der Musikgeschichte, virtuelle Flötenmusik, aktuelles Sprechtheater, stumme Performances oder selten gehörte Werke bekannter KünstlerInnen. Die Beiträge der Biennale rühren an ursprüngliche Dimensionen des Kunst- und Musikschaffens, sie erzählen alte Geschichten (bspw. in der Musik von Guillaume Dufay) oder stellen aktuelle systematische Auslegeordnungen zur Disposition (bspw. bei Janet Cardiff oder Steve Reich). In jedem Fall aber sind es bildkräftige, assoziationsreiche Beiträge, die das Thema in verschiedensten Facetten aufscheinen lassen. Die BIENNALE BERN '03 ist ein 10-tägiges Festival, ein Ort der Auseinandersetzung, ein Treffpunkt und gewissermassen ein Filter in der ständig wachsenden Informationsflut der uns umgebenden Medienrealität. Hier kann man in Echtzeit und unter nicht-virtuellen Bedingungen Musik, Theater, Kunst, Performances und manch anderes mehr erleben, was nur selten an anderen Festivals auftaucht. Das neu renovierte Areal der ehemaligen Stallungen der Kaserne Bern, wo die Hochschule für Musik und Theater untergebracht ist, bietet dazu einen idealen Rahmen. Auf drei Bühnen, in Neben- und Aussenräumen findet ein dichtes Programm statt. Und der Zweijahresrhythmus soll weitergehen: Bereits sind Pläne für das Albert Einstein-Jahr 2005 am Entstehen. Getragen wird die BIENNALE
BERN '03 von der neuen Hochschule der Künste Bern HKB, einer Fusion
der beiden Hochschulen für Musik und Theater sowie Gestaltung, Kunst
und Konsverierung. Die Grundfinanzierung wird durch die Schenkung Max
und Elsa Beer Brawand resp. durch die Freie Akademie der Hochschule für
Musik und Theater garantiert. Stadt und Kanton Bern sowie weitere Institutionen
beteiligen sich in grosszügiger Weise am Anlass, ein prominent besetztes
Patronats- resp. Matronatskommittee steht dem Festival zur Seite. Und
ohne die zahlreichen Dozierenden, Studierenden und internen Kräfte
wäre ein solches Unternehmen erst gar nicht ins Stadium der Planung
geraten. |
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Peter Kraut, Leiter BIENNALE
BERN '03 |
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